Wissen Sie, wie bei Geberit ein Produkt entsteht? Wie viel Arbeit es braucht, bis eine Idee umgesetzt ist und die ersten Teile in die Produktion gehen?
Prototypen sind wichtig für die Produktentwicklung
Während der Entwicklungsphase eines Produktes arbeitet das Projektteam die meiste Zeit mit Prototypen. Die schnelle Verfügbarkeit von Modellen und Musterteilen ist aus Wettbewerbsgründen unerlässlich. Prototypen sind sowohl für die Produktgestaltung, als auch für die spätere Serienproduktion notwendig.
Es gibt eine Vielzahl von Verfahren, die eine schnelle Herstellung von komplexen Modellen und Musterteilen ermöglichen. Bei Geberit geschieht dies direkt auf der Basis von CAD-Daten. Dieses Verfahren nennt man "Rapid Prototyping". Es eröffnet neue Potenziale, um Entwicklungszeiten und -kosten zu reduzieren.
Die von den Konstrukteuren generierten CAD-Daten sind die Grundlage für die Herstellung von Rapid Prototyping-Teilen. Sie sind die wesentlichen Elemente einer modernen Produktentwicklung. Die Abteilung Prototypenbau nutzte diese Technologie bis anhin über externe Anbieter. Um Prototypen noch schneller und kostengünstiger herzustellen, wurde ein eigener 3D-Drucker beschafft.
Verfahrensbeschreibung
Die CAD-Daten steuern den 3D-Drucker. Statt Tinte fliesst aus den 1536 Düsen am Druckkopf ein flüssiges Photopolymer, das durch zwei UV-Lampen ausgehärtet wird. Je nach Geometrie des Bauteils wird gleichzeitig eine leicht entfernbare Stützkonstruktion aufgebaut. Die Schichtstärke beträgt 0,016 mm. So entsteht Schicht um Schicht ein neuer Prototyp, der anschliessend von der Stützkonstruktion befreit wird und sofort eingesetzt werden kann.
Anwendungsbereiche
Die Bauteile eignen sich sehr gut für:
- Design- und Geometrieprüfung
- Herstellung von Funktionsmustern
- Prototypen, die anschliessend direkt eingebaut oder am Wasser getestet werden
Der Unterschied zu anderen Rapid Prototyping Verfahren liegt in der hohen Oberflächenqualität und in der Genauigkeit.

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| Hier ist eine volle Plattform ersichtlich. In 13 Stunden, über Nacht, wurden die Prototypenteile erstellt und anschliessend wie das Backblech aus dem Ofen, aus dem 3D-Drucker entnommen.
Nun muss noch das gelatineartige Stützmaterial, das die Teile umhüllt, mit Wasserdruck abgespült werden. Die Prototypenteile sind fertig. |

|  | Beispiele:
Gehäuse Wasserteil, das im Labor bis 12 bar Wasserdruck getestet wurde.
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 |  | Badewannen-Überlaufkopf, der als Anschauungsmuster, zur Einbau-Überprüfung und für Messungen der Überlaufleistung verwendet wurde. |
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