Freie Fahrt in den LKW
Scansystem erleichtert Logistik
Logistikmitarbeitende im Werk Pottenbrunn (AT) sind begeistert: Sie müssen nicht länger von ihrem Gabelstapler steigen, um Paletten zu scannen, bevor sie diese im LKW verladen. Das Werk in Österreich ist nur der Anfang.
Franz Mann arbeitet seit vielen Jahren als Lieferketten-Manager im Geberit Werk in Pottenbrunn (AT). Zahlreiche hat er in der Zeit eingeführt. «Aber kaum je hat eine so viel Freude unter den Mitarbeitenden Neuerungen ausgelöst wie das ‘Scangate’», sagt er.
Ein ungewollter Unterbruch
Das System scannt Paletten automatisch bei deren Verladen in den Lastwagen. Der Prozess war bislang umständlich: Wer ein Palett mit Produkten aus dem Lager in den LKW verlud, musste vor der Laderampe vom Stapler steigen, das Label des Paletts von Hand scannen, um die Fracht zu verifizieren, dann zurück auf den Stapler steigen und in den LKW-Ladebereich fahren. «Das war ein mühsamer und aufwändiger Unterbruch im Verladeprozess», sagt Franz Mann.
Das «Scangate» setzt dem nun ein Ende. Säulenartig angeordnete Kameras scannen das Etikett automatisch, schicken die Daten ans System, das verifiziert die Fracht in Sekundenschnelle und stellt eine Ampel bei Freigabe auf grün. «Im Fehlerfall gibt das Sytem ein Warnsignal aus und zeigt eine Meldung auf einem Bildschirm an», erklärt Daniel Drews, Leiter Warehouse Applications der Global IT von Geberit.
Mehr Effizienz, weniger Risiko
Nun können Staplerführer und -führerinnen ohne «Boxenstopp» direkt in den LKW fahren. «In der Summe ist der Effizienzgewinn beträchtlich», sagt Franz Mann. «Zudem war das Ein- und Aussteigen immer mit einem gewissen Verletzungsrisiko verbunden. Das ist jetzt gebannt.» Nachdem das erste der drei Tore in Pottenbrunn mit «Scangate» versehen worden war, lagen ihm die Mitarbeitenden in den Ohren, wann die anderen beiden folgen würden. Im Juni war es so weit. «Zur Freude aller Involvierten.» Noch dieses Jahr wird das System auch im Werk in Rapperswil-Jona (CH) eingeführt. Weitere Werke dürften folgen.