Zukunft
braucht Herkunft
Über 150 Jahre
Eine Erfolgsgeschichte
Die Geschichte von Geberit begann 1874 als Ein-Mann-Betrieb im schweizerischen Rapperswil-Jona. Mit Innovationen wie dem ersten Kunststoff- und dem Unterputzspülkasten setzte das Unternehmen früh Meilensteine in der Sanitärtechnologie. Der Familienbetrieb von einst entwickelte sich zum europäischen Marktführer für Sanitärprodukte.
1874
Der Firmengründer
Im August 1874 eröffnet der 24-jährige Albert Gebert (1850–1909) in Rapperswil (CH) eine Werkstatt und bietet Spenglerarbeiten, Blitzableiter und Rohrleitungsinstallationen an.
1905
Der Phönix
Albert Gebert erfindet den ersten in der Schweiz hergestellten Spülkasten und nennt ihn «Phönix». Der Holzkasten ist mit Blei ausgeschlagen, die Garnitur ist aus Metall.
1909
Zweite Generation übernimmt
Albert Emil (1880–1969, im Bild) und sein Bruder Leo (1888–1964) übernehmen den Betrieb. Die beiden Brüder sind innovativ und melden bis Mitte der 1950er-Jahre rund 40 Eigenentwicklungen beim Patentamt an.
1921
Fabrik in Rapperswil (CH)
Mitten im Ersten Weltkrieg beschliessen die Gebrüder Gebert, in Rapperswil eine Fabrik zu bauen. 1921 kann der Neubau bezogen werden.
1929
Erste Auslandfiliale
Die Geberts wagen die Gründung einer Filiale in Paris. Dank persönlicher Beziehungen und guter Sprachkenntnisse kommt man zu Grossaufträgen.
1935
Einstieg in Kunststoffverarbeitung
Das Unternehmen wagt den Einstieg in die noch junge Kunststoffverarbeitung – ein wegweisender Schritt. Ab 1935 wird PVC (Polyvinylchlorid) auch für einzelne Bestandteile der Spülgarnitur verwendet.
1952
Erster Kunststoffspülkasten
Nach jahrelangem Experimentieren ist es so weit: Der erste aus PVC (Polyvinylchlorid) gefertigte Spülkasten ist serienreif. Er wird rasch ein Verkaufsschlager.
1953
Die dritte Generation
Heinrich (1917–2007) und Klaus Gebert (1926–1998) übernehmen die Leitung des Unternehmens und bauen es zu einem führenden Sanitärtechnikkonzern auf.
Die Marke «Geberit»
Der Begriff «Geberit» wird als Marke eintragen. Die deutsche Niederlassung wird bereits 1955 unter diesem Namen gegründet, in der Schweiz tauft man die Firma erst 1976 in Geberit um.
1955
Expansion nach Deutschland
Die Familie Gebert wagt die Expansion ins Ausland und eröffnet im süddeutschen Pfullendorf eine Handelsniederlassung und baut wenig später eine erste Fabrik.
1956
Der Technische Beratungsdienst
Um Installateure, Planer und Bauherrschaften in der richtigen Anwendung der Produkte zu unterstützen und schulen, wird ein Technischer Beratungsdienst geschaffen.
Das PE-Ablaufprogramm
In den 1950er-Jahren ist Polyethylen (PE) noch ein junger Werkstoff. Dennoch werden ab 1956 in Rapperswil Siphons, Badewannenabläufe und Formstücke aus PE produziert.
1962
Neues Werk in Jona (CH)
Die Fabrik in Rapperswil platzt aus allen Nähten, weshalb man in der Nachbargemeinde Jona ein neues Werk baut, das ab 1962 bezogen und 1965 festlich eingeweiht wird.
1964
Erster Unterputzspülkasten
Geberit lanciert einen Kunststoffspülkasten für den Einbau in die Wand. Vorerst kein Renner, verändern Unterputzspülkästen ab den 1980er-Jahren überall auf der Welt das Aussehen von Bädern.
1966
Start in der Abwassertechnik
Das PE-Sortiment wird auf die gesamte Hausentwässerung erweitert. Um die Sanitärbranche von dessen Vorteilen zu überzeugen, lanciert Geberit eine Schulungsoffensive in ganz Europa.
1967
Neues Werk in Pfullendorf (DE)
Im Industriegebiet Theuerbach baut Geberit ein grösseres Werk, das 1967 bezogen wird. Heute befindet sich hier mit 1500 Mitarbeitenden der grösste Standort der Gruppe
1971
Das Sovent aus PE
Geberit erwirbt die Lizenz zur Herstellung eines raffinierten Formstücks für Fallstränge: das Sovent. Es bewährt sich vornehmlich in Hochhäusern und wird immer weiter optimiert.
1972
Das Werk Pottenbrunn (AT)
60 Kilometer westlich von Wien eröffnet Geberit einen weiteren Produktionsbetrieb. Das Werk wird in der Folge immer wieder erweitert.
Neue Produktionsweise von Spülkästen
Die Blasformtechnologie wird eingeführt; sie ermöglicht eine rationelle Produktion des Spülkastens.
1976
Expansion in die USA
Geberit expandiert in die USA und gründet die Tochtergesellschaft Geberit Manufacturing Inc. mit Sitz in Michigan City, Indiana.
Geberit wird zur Holding
Die Geberit Organisation wird restrukturiert und die Geberit Holding SA gegründet.
1977
Erste Installationssysteme
Mit der Einführung von Installationssystemen wird das Produktangebot erweitert. Montagefix ist das erste Installationssystem von Geberit. Es vereinfacht den Einbau der Sanitärtechnik in Vorwände ganz erheblich.
1978
Geberella kommt auf den Markt
Mit Geberella führt Geberit den ersten WC-Sitz mit Duschfunktion ein. Bereits ein Jahr später kommt eine Komplettanlage zum Angebot hinzu. Beide Modelle sind vollständig aus Kunststoff.
1979
Pluvia Dachentwässerung
Geberit übernimmt ein innovatives System zur Dachentwässerung mittels Unterdruck und nennt es ab 1985 Pluvia. Bereits 1986 bietet man eine Software zur Berechnung der Systemauslegung an.
1984
Wassersparen beim Spülen
Dank revidierten Bauvorschriften kann eine Spül-Stopp-Funktion für die WC-Spülung eingeführt werden. Sie ermöglicht jederzeit einen Abbruch des Spülvorgangs.
1985
Sanbloc wird akquiriert
Die Firma Sanbloc GmbH in Weilheim (DE) wird akquiriert. Das Unternehmen fabriziert Vorfertigungsteile.
1989
Schallgedämmte Abwasserrohre
Mit Silent PE lanciert Geberit ein Schallschutzsystem für die Hausentwässerung. Es basiert PE-Formstücken, die mit zusätzlicher Kunststoffmasse überzogen sind.
Das erste Versorgungssystem
Beteiligung an einer Westschweizer Firma, die ein Verbundrohr aus Metall und Kunststoff – Mepla genannt – entwickelt hat. Geberit entwickelt das System weiter und übernimmt 2004 die Firma ganz.
1990
Erste Umweltstrategie
Der Verwaltungsrat beschliesst die Entwicklung einer Umweltstrategie. 1992 wird der erste Umweltbeauftragte angestellt, und 2004 publiziert man den ersten konzernweiten Nachhaltigkeitsbericht.
1991
Gründerfamilie zieht sich zurück
Die Vertreter der Gründerfamilie ziehen sich aus der operativen Geschäftsführung zurück. Klaus Gebert (links) bleibt Präsident des Verwaltungsrats. Günter F. Kelm (rechts) wird zum CEO ernannt.
1993
Das Installationssystem GIS
GIS überzeugt durch eine kleine Zahl von Grundkomponenten und den einfachen Zusammenbau mit Standardwerkzeugen. Es ist ideal für die Vorfertigung von komplett bestückten Sanitärwänden.
1994
Das Werk Lichtenstein (DE)
Geberit beschliesst, Installationsysteme selbst herzustellen. In Lichtenstein im ostdeutschen Bundesland Sachsen wird ein Werk für die Verarbeitung von Metallblechen gebaut und 1994 eingeweiht.
1995
Produktion von PE-Rohren in Italien
Die auf die Herstellung von PE-Rohren spezialisierte Firma Deriplast S.p.A. mit Sitz in Villadose (IT), an der man sich 1989 beteiligt hatte, wird vollständig übernommen, weiter ausgebaut und modernisiert.
1996
Das Installationssystem Duofix
Duofix Montageelemente eignen sich für Installationen, die in Trockenbautechnik erstellt werden. Es sind heute die meistverbauten Installationselemente in der Sanitärbranche.
Die 2-Mengen-Spülung
Die 2-Mengen-Spülung mit zwei Tasten für die kleine und die grosse Spülung wird eingeführt. Sie etabliert sich rasch als Standard, was den Wasserverbrauch für WC-Spülungen erheblich reduziert.
Joint-Ventures in China
Geberit wagt den Schritt nach Fernost und beteiligt sich an einem Hersteller von Kunststoffspülkästen in Shanghai und einem Hersteller von Füll- und Spülgarnituren auf der Insel Daju.
1997
Kauf von Prosan in Slowenien
Die Firma Prosan mit Sitz in Ruše (SI) wird gekauft. Sie stellt Unterputzspülkasten und Innengarnituren für keramische Spülkasten her.
Bauphysikalisches Labor fertiggestellt
Das akustisch von der Umwelt entkoppelte, fünfgeschossige Laborgebäude in Jona (CH) dient realitätsnahen Versuchen auf den Gebieten der Bauakustik und der Baustatik.
Familienaktionäre verkaufen Unternehmen
Die Familienaktionäre verkaufen das Unternehmen an den britischen Finanzinvestor Doughty Hanson & Co. Die Konzernleitung beteiligt sich zusammen mit weiteren Führungskräften am Unternehmen und kann so die Eigenständigkeit der Geberit Gruppe bewahren.
1998
Erstmals Milliardenumsatz
Erstmals übertrifft der Umsatz der Geberit Gruppe die Milliardengrenze in Schweizer Franken. Das Unternehmen beginnt sich auf eine Publikumsöffnung vorzubereiten.
1999
Schritt an die Börse
Geberit unternimmt erfolgreich den Schritt an die Schweizer Börse. Den Angestellten wird gleichzeitig ein attraktives Mitarbeiterbeteiligungs-Programm unterbreitet.
2002
Chicago Faucet wird Geberit
Nach wenig erfolgreichen Versuchen, in den USA mit Kunststoffspülkästen Fuss zu fassen, erfolgt mit der Akquisition des Armaturen-Herstellers Chicago Faucet ein Strategiewechsel.
2004
Akquisition Mapress
Mit der Akquisition der Mapress im deutschen Rheinland wird das Portfolio um ein hochwertiges Versorgungssystem aus Metall und Pressfittings ergänzt. Damit eröffnen sich neue Märkte.
CEO übergibt sein Amt
Günter F. Kelm (links) übergibt das Amt als CEO per 31. Dezember an seinen Nachfolger Albert M. Baehny (rechts).
«Know-How Installed»
Der Marketingslogan «Know-How Installed» wird eingeführt. Er ist fortan unter anderem auf den Verpackungen zu sehen.
Übernahme Huter
Nach langjähriger Zusammenarbeit mit dem österreichischen Metallblechverarbeiter Huter in Matrei (AT) übernimmt Geberit dieses Unternehmen, das zu den führenden Anbietern von Fertigbädern zählt.
2005
Start der Geberit International Sales AG
Ab Mitte der 1990er-Jahre fasst man in Märkten ausserhalb Europas systematisch Fuss. Um diese Aktivitäten besser zu unterstützen, wird die Geberit International Sales AG (GISA) gegründet.
Rückzug aus erdverlegtem Segment
Geberit trennt sich vom Segment der erdverlegten Rohrleitungssysteme der Firma Deriplast. Am Standort Villadose (IT) verbleiben die PE- und Silent-db20-Rohrproduktion sowie die Fabrikation von Spezial-Rohrleitungskomponenten.
2007
Neuer Verhaltenskodex
Geberit führt für Mitarbeitende und für Lieferanten je einen Verhaltenskodex ein.
2008
Erstes Sozialprojekt mit Lernenden
Erstmals führt Geberit ein Sozialprojekt mit Beteiligung von acht Lernenden durch. Der Einsatz findet im „Colegio Pomasqui“ in Quito (EC) statt.
2009
Die neue Dusch-WC-Linie heisst AquaClean
Mit der Einführung der Marke AquaClean gelingt es, die Kräfte für die Vermarktung der Dusch-WCs international zu bündeln. Mit der Kernbotschaft der ersten Werbekampagne lautet «I love Water».
2010
Das Sanitärmodul Monolith
Als formschöne Alternative zu normalen Aufputzspülkästen wird das Sanitärmodul Monolith entwickelt. Es kommt sowohl bei Renovationen als in Neubauten zum Einsatz.
Logistikzentrum eröffnet
Mit der Eröffnung einer zentralen Logistikdrehscheibe in Pfullendorf (DE) werden sämtliche Produkte von einem einzigen Zentrum aus an die Kunden versandt.
2011
Geberit on Tour
In mehreren europäischen Ländern startet die Kampagne «Geberit on Tour»; in Etappen bereisen die Technischen Berater ihre Länder, um Know-how vor Ort zu vermitteln.
Neuer Verwaltungsratspräsident
Günter F. Kelm tritt als Verwaltungsratspräsident zurück. An der Generalversammlung wird CEO Albert M. Baehny zu seinem Nachfolger gewählt.
2013
Neues Werk in Indien
In Indien besteht ein grosses Potential für Unterputzspülkästen. Das speziell für diesen Markt entwickeltes Modell Alpha wird in einem neu erstellten Werk im westindischen Pune produziert.
2015
Geberit kauft Sanitec
Geberit übernimmt die finnische Sanitec Gruppe, Europas führenden Anbieter von Sanitärkeramiken. Unter dem Dach der Sanitec Gruppe befinden sich bekannte Marken wie Keramag, Ifö, Koło oder Pozzi-Ginori. Mit der Integration von Sanitec vereint Geberit führende Sanitärtechnik mit Keramikkompetenz und Design.
Ein neuer CEO
Am 1. Januar 2015 tritt der neue CEO, Christian Buhl, die Nachfolge von Albert M. Baehny an.
Die TurboFlush-Spülung
Mit dem AquaClean Mera wird die Drehspültechnik TurboFlush lanciert. Das seitlich in die Keramik eingeleitete Spülwasser erzeugt einen Wirbel, der für eine leise und saubere Ausspülung sorgt.
Neubau in Slowenien
Der Werkneubau in Ruše wird feierlich eröffnet. Das neue Werk in Slowenien ist hochmodern und besonders energieeffizient – dank Abwärmenutzung und dem Verzicht auf fossile Brennstoffe.
2017
Kompetenzen vor und hinter der Wand
Der Claim «Design Meets Function» ergänzt «Know-How Installed». Damit sollen die Kompetenzen vor und hinter der Wand einem breiteren Publikum bekanntgemacht werden.
2019
SuperTube-Technologie
Mit SuperTube revolutioniert Geberit den Abwasserfallstrang in Hochhäusern: Ausgeklügelte Formstücke versetzten das Wasser in Rotation und erzeugen eine konstante Luftsäule – auch bei Umlenkungen. In Pune erfolgt der weltweit erste Einsatz der neuen Technologie. Das effiziente Entwässerungssystem wird beim Bauprojekt «Gateway Towers 1» eingebaut.
Die Badezimmerserie Geberit ONE
In der neuen Badezimmerserie Geberit ONE manifestiert sich die Strategie der Sanitec-Integration: Unsichtbare Sanitärtechnik vereint mit formschönen Produkten vor der Wand schaffen neue Mehrwerte.
Brennertechnologie Enervit
Zehn Brennöfen in sieben Keramikwerken sind inzwischen mit der Brennertechnologie Enervit ausgestattet. Jährlich können so rund 27 500 MWh Erdgas und 6500 Tonnen CO₂ eingespart werden.
Markenkonsolidierung: Geberit wird zur Keramikmarke
Um in Werbung und Kommunikation einen klaren Markenfokus zu schaffen, wird die Keramikmarke Keramag – später auch Allia, Sphinx und Pozzi-Ginorei – durch die Marke Geberit ersetzt.
Mehr vom Bad, mehr vom Leben
Mit der Kampagne «Mehr vom Bad, mehr vom Leben» verstärkt Geberit die direkte Kommunikation mit Endkunden. Im Zentrum stehen deren wichtigste Bedürfnisse: Sauberkeit, Platzoptimierung, Komfort, Benutzerfreundlichkeit, Barrierefreiheit und Design.
2021
Grösster Produktlaunch: Geberit FlowFit
Mit Geberit FlowFit wird ein neues Rohrleitungssystem für die Trinkwasser- und Heizungsversorgung eingeführt. Mit den neu entwickelten Pressfittings für Mehrschicht-Verbundrohre setzt FlowFit neue Massstäbe in Sachen Installationsfreundlichkeit und Durchflusseigenschaften. Die Entwicklung ist eines der finanziell bedeutendsten Entwicklungsprojekte in der Geschichte von Geberit.
Geberit trotzt der COVID-19-Krise
Die Geberit Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2021 das stärkste Umsatzwachstum seit dem Börsengang im Jahr 1999. Der Umsatz wuchs in den vorangegangenen sechs Quartalen rund drei Mal schneller als sonst üblich. Und das aufgrund der Corona-Pandemie unter operativ sehr anspruchsvollen Rahmenbedingungen.
2022
Neue CO₂-Strategie
Die CO2-Strategie wird künftig in sämtliche relevanten Geschäftsprozesse integriert. Damit strebt Geberit mittelfristig eine CO2-Reduktion von 5% pro Jahr an, dies im Verhältnis zum währungsbereinigten Nettoumsatz.
2023
Verlängerung Ersatzteilsicherheit
Neu stellt Geberit 50 Jahre lang Ersatzteile für Komponenten des Unterputzspülkastens zur Verfügung.
2024
150-Jahre-Jubiläum
Geberit feiert das 150-jährige Bestehen. Erfahren Sie mehr über unsere Unternehmensgeschichte.
2025
Mastering Water
Der neue Unternehmenskern und Brand-Claim «Mastering Water – weil Menschen hervorragende Sanitärprodukte brauchen» wird lanciert. «Mastering Water» umschreibt die umfassenden Kompetenzen von Geberit, den Wasserfluss im Gebäude zu führen, zu lenken und zu nutzen.