Geberit Liebe rostet nicht
Vom Gehen und Zurückkommen
Das Eintrittsdatum bei Geberit wird Roger Wyss nie vergessen. Doch auch der «beste Tag seines Lebens» hielt ihn nicht davon ab, nach zwölf Jahren woanders sein Glück zu suchen – um dann doch wieder zurückzukehren.
Als Roger Wyss am 1. Juli 2023 wieder durch die Türen von Geberit in Rapperswil-Jona tritt, fühlt sich alles vertraut an. Der 53-Jährige aus der Gemeinde Wald (CH) erlebt zum zweiten Mal seinen ersten Tag bei Geberit. Nach sieben Jahren kehrt er zurück und übernimmt die Leitung der Produktlinie Duschen und Badewannen.
Liebe auf den ersten Blick
Seine aufregende Reise begann fast zwanzig Jahre zuvor. Es ist der 1. Juni 2004. Das Datum hat er sich eingeprägt. Der studierte Bauingenieur beginnt als Produktmanager Versorgungssysteme in Rapperswil-Jona. «Das war der beste Tag meines Lebens.» Er hat nicht nur Geburtstag und einen neuen Job – er lernt im Betrieb auch seine Frau Lorenza kennen. Es war Liebe auf den ersten Blick – nicht nur mit Geberit.
Roger Wyss nutzt Chancen, wenn sie sich ihm bieten. Nach ersten Jahren im Produktmanagement, übernimmt er die Leitung der Technischen Dokumentation, bevor er 2010 für eine Stelle in China angefragt wird. Als Head of Product Asia/Pacific erlebt er in Schanghai eine prägende Zeit. «Ich genoss viele Freiheiten und konnte mich entfalten.» Doch nach der Rückkehr in die Schweiz 2015 fehlt dieses Gefühl. «Ich habe meinen Platz bei Geberit nicht mehr gefunden.» Nach zwölf Jahren Geberit kündigt er.
Dynamische Zeiten
Der Branche bleibt er treu, arbeitet in kleinen und mittelgrossen Unternehmen für Duschlösungen, Entwässerungssysteme und Pulverbeschichtungsanlagen. Die Aufgaben sind vielseitig – vom Kundenservice, Produktmanagement bis Marketing. «Das waren spannende Erfahrungen in einem sehr dynamischen und lebhaften Umfeld.»
Diese Dynamik zehrt mit der Zeit an seinen Kräften. Und als Geberit die Stelle als Produktleiter für Duschlösungen und Badewannen ausschreibt, wird sein Interesse geweckt. Alte Liebe rostet nicht. Roger Wyss will zurück. Und Geberit stellt ihn wieder ein.
Rückkehr nach Tapetenwechsel
Roger Wyss bleibt in Bewegung – beruflich und privat. Er malt, er näht, er schreibt an einem Buch. Zusammen mit seiner Frau kauft und renoviert er ein altes Gasthaus im Zürcher Oberland – ein Ort voller Leben mit Tieren, Garten und einem kleinen Malatelier. Stillstand liegt ihm nicht. Roger Wyss kann sich leicht auf Neues einstellen.
So gelingt auch der Neuanfang bei Geberit mühelos. «Ich erhielt im Vorfeld viel positives Feedback und freute mich auf alles, was mich erwartet», sagt er. Der berufliche Tapetenwechsel und die Erfahrungen in anderen Unternehmen seien wertvoll und lehrreich gewesen. «Sie machten aber deutlich, was Geberit ausmacht. Die Kultur, die Kollegialität, die Unterstützung – das findet man nicht überall.»