Kriegst ich das hin?
Quereinstieg in die Keramikherstellung
uereinsteigerin Nadja Böckel beweist täglich, dass man auch ohne Fachhintergrund in der Produktion durchstarten kann. Ein Gespräch über Mut, Matsch und Motivation.
Nadja, du bist Quereinsteigerin – wie kam es dazu, dass du bei uns angefangen hast?
Eine Bekannte hat mir erzählt, dass hier Leute für die Produktion gesucht werden. Sie meinte, Geberit habe viel getan, damit die Arbeit auch für Frauen gut machbar ist – zum Beispiel Hebehilfen. Das hat mich neugierig gemacht. Ich habe mich beworben – und bin direkt ins kalte Wasser gesprungen.
Wie war der Einstieg in die Giesserei für dich?
Riesig! Im wahrsten Sinne. Die Formen, die Dimensionen – das war schon beeindruckend. Ich habe mich am Anfang gefragt: Kriegst du das überhaupt hin? Zum Glück hatte ich einen Anlernmentor, der mir alles Schritt für Schritt gezeigt hat. Seit dieser Woche giesse ich komplett selbstständig. 29 Stück am Tag, und am Ende sieht man das fertige Produkt. Das macht mich schon stolz.
Was gefällt dir besonders an deiner Arbeit?
Zum einen das Team. Man arbeitet wie Zahnräder ineinander. Meine Kollegen sind sehr hilfsbereit und geduldig. Wenn ich Fragen hatte, durfte ich jederzeit nachhaken. Zum anderen mag ich, dass es Handarbeit ist. Fehler passieren, klar – aber man lernt aus ihnen. Und ehrlich gesagt: Vielleicht kommt es noch aus meiner Kindheit, aber ich habe schon immer gern im Matsch gespielt.
Wie erlebst du das Unternehmen?
Sehr positiv. Ich kann mit allen Anliegen zum Meister gehen, da ist immer ein offenes Ohr. Die Arbeitsbedingungen werden bereits im Vorstellungsgespräch transparent erklärt. Und: Man gewöhnt sich an alles – auch an die feucht-warme Temperatur in der Giesshalle.