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Kompetenzen –

Leiser spülen
Das neue Füllventil im Soundcheck

Das Geberit Typ 383 Füllventil gehört zu den leisesten Ventilen auf dem Markt. Im Labor in Rapperswil-Jona (CH) zeigt Akustik-Ingenieur Pietro Allegri, wie präzise der Schall gemessen wird – und warum Ruhe kein Zufall ist.

Nur noch drei Schläge mit dem Hartgummi-Hammer auf die Metallleitung. Dann ist er zufrieden. Das letzte bisschen Luft ist der Leitung entwichen. Das Wasser fliesst regelmässig. Pietro Allegri drückt den Aufnahmeknopf. Unter seinem prüfenden Blick zeichnet der Computer eine Zick-Zack-Linie auf den Bildschirm, die das Geräusch des fliessenden Wassers abbildet. Pietro Allegri ist Akustik-Ingenieur bei Geberit. Seine Aufgabe: Er misst den Schall, den Geberit Installationen in einem Gebäude verursachen und berät Planerinnen und Planer bei individuellen Fragen.

Geberit führt seit Mitte der 1950er-Jahre Akustiktests durch, ab 1968 im sogenannten «Geräuschlabor». Seit fast drei Jahrzenten betreibt Geberit nun am Hauptsitz ein eigenes Bauphysikalisches Labor. Es ermöglicht den Aufbau von umfangreichen und mehrgeschossigen Installationen für Akustik- und Statiktests. Viele dieser Tests sind streng normiert – so auch der Prüfstand, in dem Pietro Allegri mit Geräuschmessungen des neuen Geberit Typ 383 Füllventils beschäftigt ist.

Messung im Nebenraum

Der Prüfstand besteht aus zwei Räumen, dem Installations- und dem Messraum. Pietro Allegri steht in ersterem und baut eben das Füllventil Typ 383 in einen Testspülkasten ein. Das Mikrofon für die Messung steht im Raum hinter der Installation. «In einem realen Bau ist das zum Beispiel das Schlafzimmer oder die Nachbarswohnung», so Pietro Allegri. Betätigt man nun im Installationsraum die WC-Spülung, öffnet sich das Füllventil und das Wasser rauscht durch die Leitung in der Wand. «Und genau dieses Geräusch messen wir.»

Wie sein Vorgänger spielt das neue Füllventil Typ 383 deutlich in der besten Liga und entspricht damit der Geräuschklasse I. «Im Vergleich zum bisherigen Modell konnte die Schallübertragung im Raum hinter der Installation gar noch um einige Dezibel gesenkt werden», so Pietro Allegri.

Hörbarer Luftschall halbiert

Nach der Messung wendet sich der Ingenieur dem Mikrofon zu, das direkt über dem Spülkasten von der Decke hängt. Denn nicht nur im angrenzenden Raum, sondern auch im Installationsraum selbst wird gemessen.

Obwohl es für den Luftschall von Füllventilen im Installationsraum keine normierten Anforderungen gibt, liefert die Messung einen guten Eindruck, wie leise das neue Füllventil Typ 383 wirklich ist. «Im Vergleich zum Vorgängermodell konnte die wahrnehmbare Lautstärke praktisch halbiert werden», sagt der Akustiker. Der Füllvorgang im Badezimmer ist damit kaum mehr zu hören.

Eine transparente Box mit einer Pumpe im Wasser, umgeben von Laborausrüstung und Workshop-Elementen.
Das Geberit Typ 383 Füllventil füllt den Spülkasten dank weniger Lufteinschluss mit einem gleichmässigen und leisen Wasserstrahl. (©Stefan Schmid)


(Headerbild ©Ben Huggler)