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Am laufenden Band

Prozessoptimierung in Bromölla

Johan Bergskans ist Technischer Manager im Keramikwerk Bromölla (SE). Seine tägliche Herausforderung ist es, die Produktion optimal am Laufen zu halten und die Prozesse stetig zu verbessern.

Bromölla liegt in Südschweden. Auf den ersten Blick lässt nichts im 13 000 Seelen-Städtchen darauf schliessen, dass hinter den Gebäudemauern Sanitärkeramik unter hochautomatisierten Bedingungen produziert wird. Bereits 1972 wurde ein erster Roboter beim Glasieren der Keramikrohlinge genutzt. Derzeit sind 54 Roboter im Werk im Einsatz. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, werden immer wieder Produktionsabläufe überdacht, modernisiert und umorganisiert. So passiert bei der Qualitätskontrolle der Sanitärkeramiken nach dem Brennen, denn diese war vor nicht allzu langer Zeit noch geprägt von langen Wegen und schwere körperliche Arbeit.

Der Schlüssel heisst «Flowing Factory»

Johan Bergskans, studierter Wirtschaftsingenieur, und sein Team arbeiteten ein Jahr lang ein Konzept für diesen Bereich aus. Mittlerweile ist die Inspektion der gebrannten Keramikteile am «am laufenden Band» fertig – der Prozess wurde automatisiert und deutlich effizienter gestaltet. «Die Arbeitsplätze sind heute viel ergonomischer konzipiert. Das schwere Heben von Keramiken gehört der Vergangenheit an. Zudem können durch die gleichmässige Geschwindigkeit des Fördersystems, welches die Sanitärkeramiken zu den Arbeitsstationen befördert, mehr Stückzahlen in der gleichen Zeit kontrolliert werden. Dennoch bedeutet dies für die Mitarbeitenden weniger Stress, da alles gleichmässiger abläuft», erklärt Johan Bergskans.

Stetige Wissenserweiterung

Nach seinem Studium an der Universität in Lund (SE) arbeitet Johan Bergskans ein Jahr lang für eine kleine Produktionsfirma bevor er 2012 nach Bromölla kam. Er durchlief verschiedene Positionen im Werk – war Supervisor und als Abteilungsleiter für die Produktionsplanung sowie für die Brennprozesse tätig. 2015 wurde er Produktionsmanager für alle Produktionsbereiche nach den Öfen. Als der Technische Manager im Werk krank wurde, übernahm Bergskans dessen Job und leitet seither ein 31-köpfiges Team. Drei Hauptaufgaben sind damit seiner Person zugeordnet: «Ich bin u.a. für die Wartung der Maschinen, die Optimierung der verfahrenstechnischen Prozesse zuständig und kümmere mich um neue Produktionstechnologien.

«Wenn du Prozesse wirklich verstehen willst, musst du mit den Menschen in der Produktion zusammenarbeiten. Fortschritt ist gut, meist aber erklärungsbedürftig. Wenn die Mitarbeiter die Änderungen nachvollziehen können, sind sie auch offen für Neues.»

Johan Bergskans, Technischer Manager, Geberit Bromölla (SE)