Geberit Gruppe

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Intelligente Abwärmenutzung

«Abfallwärme» statt neuer Energie

Wo etwas maschinell produziert wird, entsteht Abwärme. Dies macht sich Geberit zunutze. Und spart damit nicht nur Energie, sondern schont gleichzeitig die Umwelt.

Spritzgussmaschinen, Tunnelöfen, Blockheizkraftwerke oder Kompressoren in den Produktionswerken erzeugen Abwärme, die in vielen Fällen ungenutzt verpufft. Bei Geberit wird diese «Abfallwärme» sinnvoll wiederverwertet und genutzt.

«Kunststoffverarbeitung ist bei Geberit immer ein thermodynamischer Prozess. An einer Stelle wird Wärme benötigt, an anderer wird sie abgegeben. Als Ingenieure ist es unsere Aufgabe, clevere Lösungen zu entwickeln, wie dieses Wechselspiel nachhaltig genutzt werden kann.»

Rainer Brehm, Leiter Verfahrenstechnik, Geberit Pfullendorf (DE)

Das Prinzip: Kunststoffgranulat zur Herstellung von Spülkästen wird in grossen Silos im Aussenbereich gelagert. Es ist damit unterschiedlichen Temperaturen und Feuchtigkeit ausgesetzt. Deshalb muss es vor dem Verarbeiten in der Spritzgussmaschine getrocknet und auf rund 60 Grad vorgewärmt werden. Anstatt dafür neue Energiequellen anzuzapfen, haben Geberit Ingenieure und Verfahrenstechniker eine Methode entwickelt, wie vorhandene Prozessabwärme für ebendiese Trocknung und Vorwärmung des Kunststoffgranulats genutzt werden kann. Allein im Produktionswerk in Pfullendorf konnten so in 2019 0.4 Gigawattstunden Energie eingespart werden. Das entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch von rund 65 Haushalten der westlichen Welt.