Test für Test zur Perfektion
Blick ins Labor
Die hohe Qualität der Produkte steht seit der Gründung von Geberit an erster Stelle und wird durch umfassende Tests in der Entwicklung sichergestellt. Ein Einblick in das vielfältige Testrepertoire der Abteilung «Technologie und Innovation».
Ein Finger, der Qualität aufzeigt
Häufige Reibung kann zu Materialverschleiss auf Oberflächen führen. Im Werkstofflabor am Geberit Hauptsitz in Rapperswil-Jona (CH) testet Chemikerin Jasmin Krummenacher die Oberflächenbeständigkeit einer Betätigungsplatte mit einer sogenannten Abrasionsprüfung: Ein «künstlicher Finger» am Ende des roten Roboterarms drückt 20'000-mal auf die Tasten. An der «Fingerspitze» simuliert ein genormtes Textil, das regelmässig mit künstlichem Schweiss getränkt wird, die Hautoberfläche.

Der Tanz der Toilettendeckel
Ein leichtes Antippen genügt und der Toilettendeckel mit Absenkautomation gleitet sanft nach unten. Doch was passiert, wenn er mit Nachdruck geschlossen wird? Laut französischer Norm muss der Dämpfer eines WC-Deckels im Laufe seiner Lebensdauer beispielsweise mindestens 15’000 erzwungene und 15’000 reguläre Schliessungen unbeschadet überstehen. Im Sanitärlabor in Rapperswil-Jona überwacht Labortechniker Edon Isufi mehrere Prüfstände, die im Dauerbetrieb WC-Deckel schliessen und wieder öffnen.

Feuerprobe im Flammenmeer
Decken- und Wanddurchbrüche für Rohrleitungen sind bei einem Brand im Gebäude kritische Schwachstellen, über die Feuer, Rauch und Hitze auf obere Etagen oder weitere Räume übergreifen können. Um ein solches Übergreifen so lange wie möglich hinauszuzögern oder gar zu verhindern, prüft Geberit Brandschutzexpertin Stephanie Köble die Feuerbeständigkeit der Abschottungen von Versorgungs- und Abwasserleitungen und der Installationssysteme GIS und Duofix. Die Tests finden in Brandöfen von externen Materialprüfungsanstalten bei extremen Temperaturen von rund 1000 °C statt.

Verpackungen für alle Fälle
Damit Geberit Produkte unversehrt von A nach B gelangen, ist die Wahl der richtigen Verpackung entscheidend. Es gilt: So viel Verpackungsmaterial wie nötig, so wenig wie möglich. Sobald eine geeignete Verpackung für ein Produkt entwickelt wurde, führt Verpackungsmanagerin Konstanze Smith eine Risikoanalyse durch. Ziel ist es, potenzielle Risiken zu identifizieren, die das Produkt während des Transports beschädigen könnten. Die grössten Risiken werden durch gezielte Tests minimiert. Dazu zählt unter anderem der Falltest in Rapperswil-Jona, bei dem die verpackten Produkte in einem genormten Verfahren gezielt auf Ecken, Kanten und Flächen fallengelassen werden. Die Verpackung muss dabei bis zu 12 Stürze überstehen und das Produkt zuverlässig schützen.
