Die Ventilatoren auf dem Dach des schweizerischen Werks in Rapperswil-Jona sichern den energieeffizienten Wärme-Kälte-Austausch.
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NACHHALTIGKEIT - NOVEMBER 2022

WÄRME UND KÄLTE SINNVOLL NUTZEN ENERGIE SPAREN

Wärme und Kälte sind Ressourcen, die Geberit nach Möglichkeit nutzt. Sie helfen, den Verbrauch von fossilen Brennstoffen zu senken.

Wo maschinell produziert wird, entsteht Wärme. Druckluftkompressoren, aber auch Spritzgussmaschinen, Tunnelöfen oder Blockheizkraftwerke erzeugen Wärme. Statt diese verpuffen zu lassen, nutzt sie Geberit zu verschiedenen Zwecken. Dies hilft, den Verbrauch von fossilen Brennstoffen zu senken, allen voran Erdgas. Drei Beispiele:

Villadose: Warme Räume im Winter
Im Werk Villadose in Italien bleiben bereits seit 2014 alle Büros, Schulungsräume und das Warmwasser für die Umkleideräume dank der Abwärme aus den Druckluftkompressoren im Winter warm. Daraus resultierte eine Einsparung von etwa 50% des Erdgasverbrauchs, das sonst zum Heizen verbrannt würde. Rainer Prügl, Geschäftsführer im Werk Villadose, sagt dazu: «Minimaler Einsatz der richtigen Ressourcen, maximaler Nutzen ohne Verschwendung – das ist unser Ziel.»

Carregado: Heizung für die Schlickertanks
Im Keramikwerk im portugiesischen Carregado nutzt man die Abwärme der Druckluftkompressoren nicht zum Heizen der Büroräumlichkeiten, sondern zum Heizen der Schlickertanks. Die vorgewärmte, flüssige Schlickermasse wird zu Keramikrohlingen gegossen. Von den zwei Ein-Megawatt-Gasboilern, die zum Wärmen der Schlickertanks gebraucht wurden, konnte 2021 einer abgeschaltet werden. Die Abwärme aus der Drucklufterzeugung deckt mehr als die Hälfte des Energiebedarfs, der zum Heizen der Schlickermasse notwendig ist.

Rapperswil-Jona: Die Kälte aus der Umgebungsluft nutzen
Damit Produktionsanlagen, wie zum Beispiel Spritzgussmaschinen, nicht überhitzen, braucht es Kälte. Gekühlt werden die Maschinen oder ihre Komponenten mit Kühlwasser, das in einem geschlossenen Kreislauf geführt wird. 400'000 Liter Kaltwasser fasst das Kühlwasserbecken. Das im Produktionskreislauf auf etwa 18 Grad Celsius aufgewärmte Wasser wird in dem Becken auf 14,5 Grad Celsius heruntergekühlt und wieder in den Produktionskreislauf eingespeist. Die Kühlung kostet allerdings Energie. Denn die Kühlkompressoren, die das Wasser herunterkühlen, brauchen Strom. Drei davon stehen im Werk Rapperswil-Jona im Einsatz.

Um Energie zu sparen, zapft das Werk Rapperswil-Jona in den Wintermonaten die Kälte über Ventilatoren an, die auf dem Dach des Werks installiert sind. Sobald die Umgebungstemperatur auf unter 10 Grad Celsius fällt, wird die kalte Umgebungsluft den Kühlwasseranlagen zugeführt. Im Winter wird deswegen praktisch keine elektrische Energie zum Kühlen des Wassers eingesetzt. Energieersparnis? 30% pro Jahr.

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