Zum Inhalt springen
Kompetenzen –

E-Wiesel für den Logistikhof
Hoffahrzeug der Gruppenlogistik Pfullendorf (DE)

Ein elektrisches Hoffahrzeug fährt neuerdings über den LKW-Hof der Geberit Gruppenlogistik in Pfullendorf (DE). Ein Vergleich mit den Dieselfahrzeugen fördert im Alltag interessante Erkenntnisse zutage.

Auf dem LKW-Umschlagplatz der Geberit Gruppenlogistik in Pfullendorf verkehren permanent drei so genannte Hoffahrzeuge. Sie verschieben die Auflieger und Wechselbrücken – das sind die Anhängertypen - zu den Beladungsrampen und zurück auf die Parkplätze. Auf diese Weise lässt sich die Zahl der Lastwagenfahrer von nah und fern, die auf dem Hof verkehren, deutlich reduzieren.

Die Hoffahrzeuge tragen wegen eines früheren Modellnamens bis heute den Kosenamen «Wiesel». Zwei davon sind mit Diesel betrieben – die «Dieselwiesel». Das dritte ist seit diesem Jahr ein elektrisches «E-Wiesel». Nun stehen die Fahrzeuge auf dem Prüfstand.

Anschaffungs- vs. Betriebskosten

«Das E-Wiesel ist in der Anschaffung teurer als die Dieselwiesel, es bringt aber andere Vorteile», sagt die zuständige Einkäuferin Fabienne Huff. Reduzierte Reparatur- und Instandhaltungskosten relativieren die höheren Anschaffungskosten etwa. Zudem beschleunigt das E-Wiesel schneller, das Fahrgefühl ist komfortabler, es erzeugt weniger Lärm sowie keine Abgase.

Diese Vorteile kommen insbesondere bei den Fahrern gut an. «Das E-Wiesel ist so leise, da stört das Radio beim Fahren fast schon», sagt einer schalkhaft. Doch auch das agile Fahrverhalten sei ein grosser Vorteil; es erleichtert die Manövrierfähigkeit auf dem Gelände. «Zu Beginn waren viele Hoffahrer skeptisch. Aber für mich ist klar: Ich fahre das E-Wiesel deutlich lieber», unterstreicht einer.

Ein spezialisierter Lkw mit offener Ladefläche, der in einem Logistikzentrum parkend abgebildet ist.
Wenn das Radio fast zu laut ist – das E-Wiesel wendet auf dem Logistikhof. (alle Fotos ©Seraina Boner)

Keine Abgase im Gesicht

Die sauberere Luft schliesslich schlägt sich positiv in Nachhaltigkeitsberechnungen nieder. So reduziert das E-Wiesel den CO2-Ausstoss um 42 Tonnen, was etwa sieben Erdumrundungen mit einem durchschnittlichen Benzinauto entspricht. Doch auch im Alltag zeitigt die saubere Luft einen Nutzen: Die Fahrer müssen zuweilen am laufenden Fahrzeug vorbeigehen, um händische Manöver an Rampe oder Auflieger und Wechselbrücken vorzunehmen. «Beim E-Wiesel gibt es keine Dieselabgase mehr, wenn man in der Nähe des LKWs arbeitet oder vorbeigeht. Das schätzen die Mitarbeitenden sehr.»

Ein weisser Lkw mit gelben Warnstreifen parkt vor einem Lagergebäude mit blauer Fassade.
Keine Abgase mehr beim Be- oder Entladen – das hilft auch den Chauffeuren.